Wir befanden uns gerade zu der Zeit in Großklein, in der Südsteiermark als das Wetter in ganz Mitteleuropa verrückt spielte. Auch wir kamen nicht
ungeschoren davon. Trotz der Sintflutartigen Regenfälle gab es in diesen sieben Tagen Aufenthalt, wenn die Sonne mal durch die Wolken blinzelte, Die
Gelegenheit zwei sehr schöne Wanderungen zu unternehmen. Die eine begann unweit von unserer wunderschönen Unterkunft.
http://www.suedsteiermark.org/pettinge.htm
Hier ist mein Bericht: http://matainews.wordpress.com/2009/06/29/steirische-toskana/
Der erste Trip führte auf den Königsberg zur Keltentaverne.
http://maps.google.com/?Land=Austria&PLZ=Nestelbach+23&Strasse=&q=%2C+Nestelbach+23%2C+Austria&x=0&y=0 Vom Altenberg in steilen Serpentinen Bergauf
Richtung Nestelberg, vorbei an alten Gehöften herrlich duftenden Blumenwiesen über und neben Weinbergen, vorbei an dunklen Tannenwäldern und
frischgrünen Kukuruzfeldern, fanden wir uns in einer Gegend wieder, die nicht mit sensationellen Aussichten, auf die umliegenden Hügel geizte. Highlightist die Einkehr beim Weinbauern “Koschak”. Schön gelegen mit traumhafter Aussicht und Ursteirischer Speisekarte, lässt sich der Wanderer gerne verwöhnen. http://www.koschak.at/
Insofern ist der Begriff der Steirischen Toskana nicht ganz unrichtig. Auch wenn der Vergleich doch ein wenig hinkt, man tut dieser Gegend ein bisschen
Unrecht; wenn man sie mit dieser Anlehnung an “Bella Italia” adelt. Das hat sie nicht nötig. Ist ja keine Beleidigung, aber diese Gegend kann mit genug
eigener Personality auftrumpfen. Zumal egal, wo man sich auf dieser Welt aufhält, eines nicht unterschätzt werden darf. Die Menschen die, die jeweiligen Regionen bewohnen, beeinflussen maßgeblich das Image, und tragen somit erheblich bei, den Gesamteindruck zu festigender zur Prägung des jeweiligen
Landstrich keine unwesentliche Rolle spielt. Die Südsteiermark ist eh eine kleine Welt für sich. Das meine ich tatsächlich auch auf den Menschenschlag
bezogen, der diese fruchtbare und urwüchsige Gegend bewohnt. Freundlich offen, sehr hilfsbereit sind fast alle auf dem Land. Aber hier wohnt scheinbar
eine ganz besondere “Spezies”. Man muss es selbst erleben. Dann erschließt sich, (wenn man sich selbst öffnet), die Magie, der Menschen und auch der
Landschaft. In unserem Falle hieß es wie so oft. Der Weg war das Ziel. Mit offenen Augen durch die “Botanik”. Leichen pflasterten unseren Weg. Ja so ist es, wenn sich 30 Grad mit Wasserfallartigen Massen von Regen, den Hang hinunterstürzen . Da sind 15 Grad Temperaturunterschied keine Seltenheit.
Unglaubliche Sichtungen ergaben sich.
Lebende Schnecke schnüffelt am Hintern einer toten Maus. Von der winzigen Walderdbeere, bis zum Orangefarbenen Falter dem ich das Leben rettete, als er mit seinen zarten
Flügelt im Matsch festklebte. Traurig das Schicksal einer sicher nicht aus dieser Region stammenden Rotwangenschildkröte.
Die überquerte nach dem großen Regen eine schmale, kaum befahrene Landstraße und wurde am ersten Sonnentag plattgemacht. Für Schnecken hingegen war Hochsaison. In dieser Gegend bekommt der Name Weinbergschnecke seine volle Berechtigung.
Die hohe Luftfeuchtigkeit steigerte sicher das Wanderbedürfniss. Auch das der Pilze. Wir sind zwar keine Kenner und Pilzversteher, aber der erste Sonnentag trieb scheinbar die Schwammerln wie wild aus dem Boden.
Da blieb keine Zeit mehr, die Erdmütze abzuschütteln. Zurück ging es übrigens quer durch Rirpenegg, vorbei am Mattelsberg entlang am Nestelbach, und wieder heim in unser Winzerhäuschen.
http://www.suedsteiermark.org/pettinger.htm
Die Zweite Wanderung führte uns auf den Kreuzberg.
http://maps.google.com/?Land=Austria&PLZ=Nestelbach+23&Strasse=&q=%2C+Nestelbach+23%2C+Austria&x=0&y=0
Dazu ist es nur noch notwendig die von Heimschuh nach Großklein führende Hauptstraße zu überqueren, gleich wieder den Berg hinauf Richtung Pammerkogel.
Von da aus zur Bierfranzelkapelle,
http://www.grossklein-online.at/daheim/kapellen/index.php(welch ein Name),
. Unterwegs gibt es einige Gelegenheiten einzukehren oder Steirisches
Kürbiskernöl direkt beim Erzeuger zu verkosten und gleich mitzunehmen. Am Kreuzberg angekommen hat man die Option sich die Aussichtswarte zu besteigen
oder sich von den umliegenden Buschenschänken verwöhnen zu lassen. Wir zogen die zweite Alternative vor.
Sehr empfehlenswert ist: http://www.strohmeier-trobi.at/
Hier der Bericht: http://restaurantworld.wordpress.com/2009/06/30/besuch-einer-buschenschank/
Zurück ging es den Rundweg über Oberfahrenbach. Wunderschöne Ausblicke und Erlebnisse, optischer sowie auch Kulinarischer Art, befriedigten unsere
Sinne. Die “Valtlhomakapelle”, (soll vermutl. Waldheimatkapelle heißen), rechts stehen lassen und links nochmal steil den Berg Hinauf nach Nestelbach,
und schon ist man wieder in seinem “Urlaubszuhause”. Übrigens sind beide Wanderungen keine Kilometerfresser aber einige Steigungen haben es in sich. Aber gut gestärkt in den Buschenschanken und mit den dazugehörenden Pausen, lassen sich beide Wandertouren gut bewältigen.




